Bericht & Bilder vom ersten Tag und Task 1

Bilder von Tag 1.

Ergebnisse:

Task 1 Overall

Task 1 Ladies

Task 1 LM Baden Würtemberg

Tagesbericht vom Task-Sieger Ferdinand Vogel:

Die Wettbewerbssaison geht in die nächste Runde! Das Frühjahr ist endlich da und die Schirme wollen bespaßt werden!
Hundertzwanzig Piloten haben sich heute am Breitenberg in die als extrem stabil vorhergesagte Luft begeben. Die Aufgabe war bewusst einfach gewählt worden, damit bei dieser Landesmeisterschaft auch Einsteiger erfolgreich das Ziel erreichen können.

Der gegenüber liegende Falkenstein besteht aus einer steilen, teils felsigen Südflanke. Dort versammelten sich kurz vor 14 Uhr alle Piloten auf über 1500m Höhe. Trotz der starken Inversion und dem turbulenteren Ostwind waren kräftige und enge Thermiken dabei.

Das Rennen startete um 14 Uhr und führte zunächst Richtung Autobahn-Grenztunnel. Das Teilnehmerfeld blieb recht dicht beisammen und flog gemeinsam über den Bergrücken zum ersten Zylinder. Je näher man diesem kam, desto mehr Nordwind Anteil war dabei und die thermisch aktive Südseite wurde zur nach unten drückenden Falle. Manche Piloten versuchten es nord seitig im Luv -mussten aber auch bald zum Waschgang zu den Führenden auf die Südseite zum Zylinder wechseln. Wer die Wende genommen hatte drehte um und hatte alle Entgegenkommende vor der Nase. Das Runterdrücken hörte nicht auf. Einige lösten sich vom Hang, andere suchten Schutz direkt am Gelände.

Fast 2/3tel der Piloten konnte wenig später das saftige Gras der Allgäuer bzw. Tiroler Wiesen bestaunen. Nur wenige hatten mit der Höhe aushalten können und sich nahe am Hang entlang in Wind geschütztere Gebiete gemogelt.
Ab da wurden die Steigwerte zahmer, bis schwach. Denn die Zirren hatten sich deutlich verdichtet. Die übrig gebliebenen flogen zögerlich den Task ab. Immer wieder verabschiedeten sich Einzelne und mussten Außenlanden.
Als die Route wieder in Richtung Lechtal verlief musste der Bergrücken komplett verlassen werden. Die Führungsgruppe stellte es dabei ab. Zu aggressiv flogen sie hinaus zum Radius. Auf dem direkten Weg zurück zum Hang erfuhren sie abermals das Hinunterdrücken. Zwei konnten sich in Talmitte fast 10 Minuten in 50m über Grund schließlich kurzzeitig retten. Wir die letztlich Siegenden blieben direkt im Tal und fanden dort den nötigen Aufwind.
Nach bereits über einer Stunde Racezeit kam endlich die Sonne heraus. Die letzten Wenden konnten wie im Flug genommen werden und mit wenigen Kreisen ging es teils super knapp in den Endanflug.

Meinen persönlichen Vorsprung konnte ich auf dem Rückweg über Pfronten im Flachen gegen den Wind herausfliegen. Als erster erkannte ich, dass durch den blauer werdenden Himmel immer mehr Freiflieger tief wieder Höhe gewinnen konnten. So entschied ich mich für einen direkten Endanflug ohne vielem Höhemachen und überflog die Ziellinie als Erster.

Ein gut organisierter Wettbewerb! Der morgige Tag verspricht bessere Bedingungen. Wir freuen uns drauf!

Luftige Grüße
Ferdinand Vogel

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